Wiru der Reisende

Wiru ist ein zeitreisender Laternenanzünder aus der magischen Welt von  Fjadara. Er kommt aus einer Zeit, die vergleichbar ist mit unserem 19. Jahrhundert.

Er reist in der Zeit hin und her - zwischen unserer, seiner und vielen anderen Welten. Dabei bringt ein Licht in die Dunkelheit und Freude in die Herzen aller Wesen.

Wiru ist auch ein Erfinder. In "Wiru's little Workshop" können die Kinder selbst Einhörner, Eulen und vieles mehr aus Holz bauen. Mehr dazu: hier klicken

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Wiru the Traveller

Wiru is a time travelling lamp lighter from the magical world of Fjadara. He is from a different time - like our 19th century.

He travels back and forth through time - between our, his and many other worlds. His task is to bring light into the darkness and joy to the hearts of all beings.

Wiru is also an inventor. In "Wiru's little Workshop" kids can create unicorns, owls and many other out of wood.

 

You can find more details here: click here

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Die Geschichte von Wiru

Einst in einer anderen Welt, ähnlich unseres 19. Jahrhunderts, lebte in einem dicht gelegenen Stadtteil, ein Erfinder und Ingenieur mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen. An sein Haus gegliedert lag die Werkstatt, dort grübelte und bastelte er gerne den lieben langen Tag an neuen Erfindungen. Er war bekannt für sein freundliches Gemüt und seine zuverlässige Arbeit.

Doch eines abends änderte sich sein Leben schlagartig...

 

 Tief dunkel war die Nacht, nur die wenigen Straßenlaternen schimmerten den Weg frei durch die engen, dunklen Gassen.

 

 Draußen lag zwar immer noch kein Schnee, aber dennoch war es bitter kalt und Wiru fiel es nur allzu schwer seine Hände auf dem nach Hause Weg von einer Wohltätigkeitsveranstaltung aufzuwärmen. Der Weg kam ihm lang und beschwerlich vor. Die Straße war so gut wie menschenleer, bis auf ein, zwei Obdachlose, die der starken Schwäche wegen, in den Ecken der Stadt lagen und dem Tode wahrscheinlich bald ins Auge blicken würden.

Er versuchte nicht an die Kälte zu denken und erinnerte sich an seine Frau, die er am Mittag des selbigen Tages in seiner Werkstatt verabschiedete bevor er sich auf den Weg zur Wohltätigkeitsveranstaltung machte. Seine Söhne waren zu der Zeit auf dem Markt um frische Fische zu besorgen. Er wollte seine Frau während der Umarmung am liebsten nicht los gelassen haben und er hatte so eine starke ungewisse Sehnsucht nach ihr verspürt, aber sie drängte ihn zu gehen, denn er solle sich nicht verspäten, das würde seinem Rufe nicht die gerechte Ehre zu Teil werden lassen. Somit verzichtete er auf den Kuss des Abschieds, stupste ihre Nase an und verschwand nach draußen. Kurz hörte er noch ihr lachen...

Die Gedanken an seine Frau ließen das meiste des Weges zurück und er hatte es nun nicht mehr soweit nach Hause.

 Doch mit einem Ruck wurden seine Schritte schneller, auch sein Herz fing an schneller zu schlagen und die starke Sehnsucht nach seiner Frau kehrte wieder zurück.

 

 Ein ungutes Gefühl kam in ihm hoch. Er wollte es nicht wahr haben...

 

 Als ob das ungute Gefühl nicht schon genug gewesen sei, flackerten zudem die Straßenlaternen und die Sicht ins dunkle machte es ihm nicht leicht weiter zu laufen.

 

 Das flackern verschlimmerte sich, außer den wenigen Lichtern in den Häusern und der Sternen klaren, blauen Himmelsnacht sah Wiru nur ins schwarze dunkel hinein.

 

 Er versuchte dennoch stets langsamen Schrittes voran zu kommen.

 

Und dann schlug fragenderweise die Kirchturmglocke um 2.00 Uhr, die Lichter der Laternen hörten auf zu flackern und es war nichts mehr für ihn zu sehen, er blieb stehen, ein Hund fing an zu bellen... Glas klirren und Schreie aus unterschiedlichen Häusern waren zu hören...

 

 Bis auf den Hund war alles leise... „bis auf den Hund“, „der Nachbarshund!“ erinnerte er sich, denn sonst gab es in der Nähe der Nachbarschaft keine Hunde. Sein Herz hielt kurz an. Er lief weiter zu seinem Haus, das bellen wurde lauter. Schritte waren zu hören, es waren die der Nachbarn. Sie standen draußen vor der Tür mit Kerzen in der Hand. „Wir wissen nicht was passiert ist“ hörte er sie reden.

 

 Angekommen am Haus, wurde er von Angst mit dem Blick zu seiner Haustür geplagt. Er nahm sich eine Kerze von einem seiner Nachbarn und rannte in sein Haus.

 

 Dort fand er Frau und Kinder tot auf. Ein Schmerz überkam ihn bitteren Leides um sein Herz gezogen.


 

 Kurz mit den Nachbarn gesprochen, versetzte Wiru sie draußen ohne Abschied, um in der Trauer sein Haus noch in der selben Nacht und mit wenig Licht nach Hinweisen zu durchsuchen.

 Und in der Werkstatt wurde er fündig...

 Man hatte ihn arg wichtiger und teurer Gegenstände seiner momentanen Arbeit beraubt. Das Projekt hätte ihm und seiner Familie ein gutes, zukünftiges Leben verschafft. Da wahrscheinlich der Täter, wer auch immer es gewesen sein mag, im wieder raus rennen ein Regal um geschmissen hatte, haben sich mindestens 3 bestimmte Flüssigkeiten miteinander vermischt.

 

 Diese zusammen gemischten Flüssigkeiten, so entdeckt er, ist die fehlende Flüssigkeit zu einer Erfindung, die er schon lange nicht mehr fortführen wollte. Die Idee rollte sich wieder auf, als er beim aufräumen die zunächst unsinnige Pfütze beseitigen wollte, bis ihm der Gedanke kam, diese Kombination miteinander zu kochen. Es war der fehlende Schlüssel einer Energiequelle für die Reise in die Vergangenheit.... oder eine Reise in die Zukunft.

 

 

 Nach dem Vorfall in seinem Haus, schloss er sich zunächst mehrere Tage darin ein. Er stellte sich immer und immer wieder die Frage, warum seine Frau und seine Kinder darunter leiden mussten. „Und warum hat die Kirchturmglocke Nachts um zwei Uhr geläutet, war das ein Ablenkungsversuch?“ „14. Eintrag: Wieder einmal bin ich bei dem Versuch meine Frau und Kinder zu retten, gescheitert. Ich muss einsehen, dass ich die Vergangenheit nicht ändern kann. Die Narbe, die ich mir bei meinem vierten Rettungsversuch zu zog, scheint nach jeder Rückkehr wieder stärker zu schmerzen...“

 

 Er war auch nah dran, dem Täter den Tod zu verschaffen noch bevor seine Frau und Kinder zu Schaden kamen, aber nie, so nah er auch war, nie hatte es geklappt.

 

 Genauso wenig schaffte er es den Täter in das Gesicht zu sehen, dessen Augen die Gesichter seiner toten Familie im Visier hatte.

„ ...Die Narbe könnte ein Zeichen sein, mich vor einem großen Fehler zu bewahren, die Dinge nicht noch schlimmer werden zu lassen. Die Einsicht dazu fällt mir sehr schwer, aber was wäre wenn ich noch andere Leute mit da rein ziehe? Ich möchte nicht noch mehr Leiden anrichten als mir schon allein angetan worden ist...“

 Vor allem durfte Wiru nicht vergessen, welcher Gegenstände er beraubt worden war. Es waren wichtige Bauelemte einer neuen Elektrizität, welche es schaffte aus Licht Wärme zu produzieren aber genauso aus Licht die kälte produziert.

 

 Er hatte heraus gefunden, dass er zwar Ort und Zeit der Reise bestimmen kann, aber nach ein paar Stunden wieder in die Zeit zurück in seine Werkstatt kehrt, von wo er aus gestartet ist.

 

 Er musste also einsehen, dass er es nicht zu bemächtigen verschafft das Geschehen zu ändern. Er bestärkte sich allerdings an die Weisheit seiner Frau, „...in jeder noch so schweren, schmerzhaften und unakzeptablen Lebenssituation, steckt etwas Gutes darin zu tun.“

 

 

 Und so sah er sich mit der Akzeptanz in die Zukunft zu blicken nach vorn und versuchte seitdem mit seiner Laterne in der Zukunft dort die Straßen mit Licht zu erwärmen...

 

 

von Shari-Ninas Riesschen

The story of Wiru

Once in another world, similar to our 19th century, he lived in a densely populated part of town, an inventor and engineer with his wife and two sons. The workshop was located next to his house, where he pondered and made new inventions all day long. He was known for his friendly disposition and his reliable work.

But one evening his life changed abruptly...

 The night was deep dark, only the few street lights shimmered freely through the narrow, dark alleys.

 There was still no snow outside, but it was bitterly cold and Wiru found it all too difficult to warm his hands on the way home from a charity event. The way seemed long and arduous to him. The road was as good as deserted, except for one or two homeless people, who were lying in the corners of the city because of the strong weakness and would probably soon face death.

He tried not to think of the cold and remembered his wife, whom he said goodbye to in his workshop at noon on the same day before setting off for the charity event. His sons were at the market to get fresh fish. He would have preferred not to let go of his wife during the hug, and he had felt such a strong uncertain longing for her, but she urged him to leave, for he should not be late, that would not give his call the just honor. So he renounced the kiss of farewell, nudged her nose and disappeared outside. He heard her laugh for a moment...

 

The thoughts of his wife left most of the way behind and he didn't have it so far home anymore.

 But with a jerk his steps became faster, also his heart started to beat faster and the strong longing for his wife returned again.

 A bad feeling came up in him. He did not want it to be true...

 As if the bad feeling hadn't been enough already, the street lamps flickered and the view into the dark didn't make it easy for him to walk on.

 The flickering worsened, except for the few lights in the houses and the stars clear blue sky night Wiru saw only into the black dark.

 Nevertheless, he always tried to make slow strides.

And then the church bell struck at 2:00 a.m., the lights of the lanterns stopped flickering and there was nothing left for him to see, he stopped, a dog started barking... Glass clinked and cries from different houses were to be heard...

 Except for the dog everything was quiet... "Except for the dog", "the neighbour dog" he remembered, because otherwise there were no dogs near the neighbourhood. His heart stopped briefly. He ran on to his house, the bark became louder. Steps could be heard, it was the neighbors' steps. They stood outside the door with candles in their hands. "We don't know what happened" he heard them talking.

 Arriving at the house, he was plagued by fear with the look to his front door. He took a candle from one of his neighbours and ran into his house.

 There he found his wife and children dead. A pain overcame him, bitter sorrows pulled around his heart.

 Talking briefly to the neighbours, Wiru moved them outside without saying goodbye, to search his house in mourning the same night and with little light for clues.

 And in the workshop he found what he was looking for...

 He had been robbed of his most important and expensive items of his current work. The project would have given him and his family a good future life. Since probably the perpetrator, whoever it may have been, had thrown a shelf around in the run out again, at least 3 certain liquids mixed with each other.

 These liquids mixed together, he discovers, are the missing liquid to an invention, which he did not want to continue for a long time. The idea rolled up again when he tried to clean up the puddle until he had the idea to cook this combination with each other. It was the missing key of an energy source for the journey into the past.... or a journey into the future.

 After the incident in his house, he locked himself in for several days. He asked himself over and over again why his wife and children had to suffer. "And why did the church tower bell ring at two o'clock in the morning, was that a distraction attempt? "Entry 14: Once again I failed in my attempt to save my wife and children. I have to admit that I cannot change the past. The scar I pulled on my fourth rescue attempt seems to hurt more after every return..."


He was also close to getting the perpetrator to die before his wife and children were harmed, but never, as close as he was, never had it worked.

 Neither did he manage to look the perpetrator in the face, whose eyes had the faces of his dead family in sight.

"...The scar could be a sign to save me from a big mistake, not to make things worse. It's very difficult for me to understand, but what if I drag other people into it? I don't want to cause any more suffering than has been done to me alone..."

 Above all, Wiru could not forget what objects he had been robbed of. They were important building elements of a new electricity, which managed to produce heat from light but also from light that produces cold.


 He had found out that although he could determine the place and time of the journey, after a few hours he returned to the time in his workshop from where he had started.


 So he had to realize that he couldn't manage to take control and change the events. However, he confirmed the wisdom of his wife, "...in every difficult, painful and unacceptable situation in life, there is something good to do".

 And so he saw himself looking forward with acceptance into the future and tried to warm up the streets with light with his lantern in the future...

written by Shari-Ninas Riesschen

© 2019 by Tales of Fjadara, music by Sappheiros

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